Schweden erweitert Studien für ein neues Kampfflugzeug der nächsten Generation mit einem Auftrag über 2,6 Milliarden SEK an Saab

Schwedisches Kampfflugzeug Saab JAS 39 Gripen. Foto: Saab
Schwedisches Kampfflugzeug Saab JAS 39 Gripen. Foto: Saab

Saab hat von der Schwedischen Verteidigungsbeschaffungsbehörde (FMV) einen Auftrag im Wert von rund 2,6 Milliarden schwedischen Kronen (etwa 270 Millionen US-Dollar) erhalten, um zwischen 2025 und 2027 die konzeptionellen Studien zu zukünftigen Kampfflugzeugsystemen fortzusetzen.

Die Vereinbarung erweitert den im März 2024 geschlossenen Vertrag im Rahmen des Programms Koncept för Framtida Stridsflyg (KFS) — das Konzept für zukünftige Kampfflugzeuge — und umfasst Forschungen zu bemannten und unbemannten Flugzeugen aus einer „System-von-Systemen“-Perspektive sowie technologische Entwicklungen und praktische Demonstrationen.

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Saab wird weiterhin mit der FMV, den Schwedischen Streitkräften, der Schwedischen Verteidigungsforschungsagentur (FOI), GKN Aerospace und weiteren industriellen und institutionellen Partnern zusammenarbeiten.

Strategische Unabhängigkeit und Lehren aus dem Ukraine-Konflikt

Das im Jahr 2023 gestartete KFS-Programm ist ein zentraler Bestandteil der langfristigen Planungen Schwedens für seine Kampfflugzeugflotte und definiert die nächste Generation der Luftkampffähigkeiten des Landes unabhängig vom internationalen GCAP (Global Combat Air Programme), das vom Vereinigten Königreich geleitet wird.

Schweden, das ursprünglich Teil des Team Tempest-Konsortiums war, entschied sich 2022 nach der Fusion mit dem japanischen F-X-Projekt, aus dem GCAP auszusteigen, um seine eigenen strategischen Bedürfnisse im Lichte des Krieges in der Ukraine, des NATO-Beitritts und der erhöhten Verteidigungsausgaben zu bewerten.

Fokus auf Tarnung, Autonomie und elektronische Kriegsführung

Das neue schwedische Konzept legt den Schwerpunkt auf geringe Sichtbarkeit, Autonomie und elektronische Kriegsführung — Bereiche, in denen Saab rasche Fortschritte gemacht hat. Im Jahr 2025 führte das Unternehmen Testflüge mit der Gripen E unter Einsatz des Centaur-Agenten durch, der von der deutschen Verteidigungs-KI-Firma Helsing entwickelt wurde und taktische Entscheidungen bei Gefechten außerhalb der Sichtlinie traf.

Die nächste Studienphase wird sich auf die Weiterentwicklung von Technologien für die Zusammenarbeit zwischen bemannten und unbemannten Flugzeugen (MUM-T) und auf die Anwendung künstlicher Intelligenz im Luftkampf konzentrieren. Saab testet zudem Tarnkonfigurationen für Drohnen und „loyal wingman“-Konzepte, bei denen unbemannte Flugzeuge an der Seite bemannter Kampfflugzeuge operieren.

Beschaffungsentscheidung für 2031 erwartet

Die finanzierte Konzeptphase läuft bis 2027, die Entwicklung von Demonstratoren ist ab 2026 vorgesehen, und eine Beschaffungsentscheidung wird um das Jahr 2031 erwartet. Der Zeitplan stimmt mit dem Modernisierungsplan der Schwedischen Luftwaffe und dem Erneuerungszyklus der Gripen-Flotte überein.

Quelle und Bilder: Saab Newsroom. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und vom Redaktionsteam überprüft.

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